Über disruptiv.info
disruptiv.info erklärt, was das Wort „disruptiv“ bedeutet und was die Theorie der disruptiven Innovation nach Clayton M. Christensen tatsächlich sagt. Die Leitidee: Disruptiv heißt nicht einfach neu.
Worum es geht
Im Alltag heißt „disruptiv“ oft nur: neu, groß, umwälzend. Die deutschen Wörterbücher sagen etwas anderes, nämlich „zerstörend“ (Duden, DWDS). Christensen meinte etwas noch Engeres: einen bestimmten Weg, auf dem ein Neuling am unteren Marktende oder bei Nichtkunden einsteigt, während die Etablierten zu schwach reagieren. Schon Christensen und seine Mitautoren klagten 2015, der Begriff werde viel zu weit verwendet. Mehr dazu auf der Startseite und unter Disruptive Innovation erklärt.
Dazu kommt ein Thema voller falsch zugeschriebener Zitate, geschönter Firmenlegenden und Zahlen ohne Herkunft. disruptiv.info will das auseinanderhalten: Was steht in den Quellen, was wird nur weitererzählt, und was weiß niemand genau? Die Site richtet sich an alle, die das Wort in einem Artikel oder Meeting gehört haben, an Führungskräfte und Gründer, die einen Wettbewerber oder die eigene Idee einschätzen wollen, und an Studierende, die über Innovation schreiben.
Wie hier gearbeitet wird
- Primärquellen zuerst. Grundlage sind die Originaltexte: der Artikel von Bower und Christensen in der Harvard Business Review von 1995, die Präzisierung von Christensen, Raynor und McDonald von 2015, Gesetzestexte und Wörterbücher. Urteile über Firmen stützen sich auf eine genannte Quelle, möglichst auf Christensen selbst.
- Sekundärquellen sind gekennzeichnet. Was nur aus Presse, Wikipedia oder Blogs stammt, steht mit „laut …“ im Text, ein Zitat ohne lesbares Original mit „zitiert nach …“. Was nur als Auszug oder hinter einer Bezahlschranke vorlag, wird genannt, aber nicht ausgewertet. Die vollständige Liste mit Lesestand steht unter Literatur und Quellen.
- Eigene Übersetzungen. Englische Zitate stehen im Original, darunter eine deutsche Übersetzung mit dem Vermerk „Übersetzung: disruptiv.info“.
- Eigene Einordnungen sind markiert. Wo eine Bewertung nicht aus den Quellen stammt, steht das dabei. Unsicherheit wird ausgesprochen: Manchmal reichen die Belege für ein klares Urteil nicht aus.
- Prüfdatum auf jeder Seite. Artikel- und Fallseiten nennen oben, wann ihre Fakten zuletzt geprüft wurden („Geprüft am …“).
- Verbreitete Fehler werden benannt. Etwa die Behauptung, Uber sei das Paradebeispiel disruptiver Innovation, oder ein Satz, der Henry Ford ohne Beleg zugeschrieben wird. Die Einwände gegen die Theorie selbst stehen auf der Seite Kritik an der Theorie.
Was disruptiv.info nicht tut
Die Inhalte dienen der Information und Einordnung. Sie sind keine Unternehmens-, Strategie-, Rechts- oder Anlageberatung, und der Disruptions-Check ersetzt keine eigene Prüfung des Einzelfalls. Es gibt keine bezahlten Beiträge. Werbung zeigt die Site derzeit nicht; sie setzt keine Cookies und misst keine Reichweite. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Wer dahintersteht
disruptiv.info wird privat betrieben. Name und Anschrift des Betreibers stehen im Impressum.
Fehler melden
In einem Thema voller Legenden lassen sich Fehler nie ganz ausschließen. Wer einen findet, eine bessere oder frei lesbare Quelle kennt oder auf einen toten Link stößt, schreibt bitte an info@disruptiv.info, am besten mit der Adresse der Seite und, wenn möglich, einem Beleg. Berechtigte Korrekturen werden eingearbeitet; das Prüfdatum der Seite zeigt dann den neuen Stand.